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Wie die erste Ausstellung im Regen verlief

TROTZ REGEN WEITERLEUCHTEN

Am Nachmittag ist mein Kopf oft schon ein bisschen matschig – zumindest für Dinge wie HTML-Codes oder technische Shop-Einstellungen. Gerade sitze ich an meinem neuen Onlineshop, und ehrlich gesagt: Ich schwimme in einem Meer aus Erste-Mal-Aufgaben. So nenne ich alles, womit ich mich als Selbstständige zum ersten Mal auseinandersetze.

Ich habe in den letzten Monaten wahrscheinlich mehr recherchiert als in meinem ganzen Leben davor. :D Aber: Solange das Ziel klar bleibt, ist der Weg nur halb so mühsam.

Und trotzdem – irgendwann legt sich diese kleine Wolke aufs Gemüt. Ich werde müde, unkonzentriert, der Spaß an all den neuen Dingen lässt nach. Dann hilft mir oft eine kreative Pause. Heute bedeutet das: Ich schreibe über meine „erste“ Ausstellung.

Zurück zu den Anfängen

„Erste“ in Gänsefüßchen, weil ich tatsächlich schon vor vier Jahren in Heid (Wenden, Kreis Olpe) ausgestellt habe – damals noch als Hobby-Künstlerin. Das kleine Dorf ist für mich ein Ort voller kreativer Energie. Selten habe ich so viele engagierte, herzliche Menschen auf einem Fleck erlebt. Der Zusammenhalt dort ist besonders.

Schon einige Tage vor der Kunsttour war ich bei meiner Tante und meinem Onkel zu Besuch – über sie kam der Kontakt nach Heid überhaupt zustande. Die Zeit davor war allerdings… sagen wir: sportlich. Ich hatte gerade einen 50-seitigen Businessplan fertiggestellt, den Gründungszuschuss beantragt, Hund und Haus in Hannover gehütet – und natürlich gemalt. Nebenbei suchte ich noch Druckereien, Rahmen, Werbematerialien.

Klingt nach zu viel in kurzer Zeit? War es auch.

 

Zwischen Menschen und Momenten

In derselben Woche hatte ich mich außerdem für einen dreitägigen Malworkshop angemeldet – und erst vor Ort gemerkt, dass meine Energie dafür kaum reichte. Ich liebe es, unter Menschen zu sein, tiefgründige Gespräche zu führen, mich auszutauschen. Aber ich brauche auch Stille. Zeit für mich. Raum, um aufzutanken.

Diese Balance zu finden, ist eine der größten Herausforderungen in der Selbstständigkeit. Zu spüren, wann man geben kann – und wann man sich selbst wieder füllen muss.



 

Der Ausstellungstag

Der 6. August 2023 in Heid: Regen, wohin man blickte. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – war die Atmosphäre schön. Menschen, die sich bei Wind und Wetter zusammenfinden, um Kunst zu teilen und Begegnung zu schaffen, berühren mich immer.

Natürlich wäre Sonnenschein schöner gewesen (Freiluftausstellungen leben schließlich vom Wetter), doch ich habe viel gelernt. Vor allem, dass jede Ausstellung – egal wie klein oder nass – ein Schritt ist.

Ein Schritt in Richtung Sichtbarkeit, Erfahrung, und Vertrauen in den eigenen Weg.

 


Mein Fazit

Ich bin dankbar für diese Erfahrung. Sie hat mich daran erinnert, dass Erfolg nicht nur in Zahlen oder Besucherzahlen messbar ist, sondern in den Momenten, in denen man trotzdem weitermacht.

Und beim nächsten Mal – am 27. August 2023 in Homburg – wünsche ich mir einfach nur eins: Sonne! ☀️